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Badplanung bei M/S Design, Hände über einem technischen Plan

Ratgeber

Wie rüstet man eine bodengleiche Dusche nach?

Bodengleiche Dusche nachrüsten: So läuft der Umbau von der Wanne zur ebenerdigen Dusche, dazu Abdichtung nach DIN 18534 und die Förderung 2026.

M/S Design Bad & Raum

Beim Nachrüsten reißt der Fachbetrieb die alte Wanne heraus, prüft die Aufbauhöhe des Bodens und setzt einen flachen Ablauf mit Gefälle. Darauf kommt eine mehrschichtige Abdichtung nach DIN 18534, dann Fliesen oder ein Duschelement. Entscheidend sind genug Bauhöhe für den Ablauf und die Nähe zum vorhandenen Abfluss. Für den barrierefreien Umbau gibt es Zuschüsse von KfW und Pflegekasse.

Wie läuft der Umbau von der Badewanne zur bodengleichen Dusche ab?

Der Umbau beginnt mit dem Ausbau der alten Badewanne. Danach legt der Fachbetrieb die Anschlüsse frei und prüft, wie viel Platz unter dem alten Boden für den neuen Ablauf bleibt. Ist die Wanne raus, wird der Untergrund vorbereitet, der Ablauf gesetzt und die Fläche mit Gefälle zum Ablauf hin angelegt. Nach der Abdichtung kommen zum Schluss Fliesen oder ein vorgefertigtes Duschelement, dazu die Armatur und meist eine Glasabtrennung.

In vielen Fällen bleibt es nicht bei der Dusche allein. Wer die Wand ohnehin öffnet, tauscht oft gleich Leitungen, Fliesen und das Waschbecken mit. Wie so ein Ablauf Schritt für Schritt aussieht, haben wir im Ablauf einer Badsanierung beschrieben. Alles aus einer Hand mit festem Team und einem Ansprechpartner planen wir bei unseren Leistungen.

Welche baulichen Voraussetzungen braucht der ebenerdige Einbau?

Die wichtigste Frage ist die Aufbauhöhe, also der Platz zwischen der Rohdecke und der fertigen Bodenoberfläche. Dort müssen der Ablauf und das leicht geneigte Ablaufrohr untergebracht werden. Je näher die neue Dusche am vorhandenen Abfluss liegt, desto einfacher ist das meist zu lösen und desto geringer der bauliche Aufwand.

Ist die Aufbauhöhe knapp, zum Beispiel bei einer Betondecke ohne Keller darunter, gibt es trotzdem Wege. Extraflache Duschrinnen und Wandabläufe brauchen weniger Höhe, in manchen Fällen wird die Decke geöffnet. Was in Deinem Bad realistisch geht, sieht man erst nach einem Blick vor Ort. Genau dafür ist der kostenlose Badcheck da. Beispiele umgesetzter Bäder findest Du in unseren Referenzen.

Welche Abdichtung und welches Gefälle sind nötig?

Eine bodengleiche Dusche steht und fällt mit der Abdichtung. Maßgeblich ist die DIN 18534 für Innenraumabdichtung, seit 2017 die verbindliche Norm. Sie verlangt keine einzelne Dichtschicht, sondern ein aufeinander abgestimmtes System aus mehreren Lagen, dazu Dichtbänder und Dichtmanschetten an Ecken, Rohren und am Ablauf.

Damit das Wasser sauber abläuft und nicht in Estrich oder Wand zieht, braucht die Duschfläche ein Gefälle zum Ablauf. Nach DIN 18534 sind bei einem Fliesenbelag mindestens 2 Prozent üblich, also rund 2 Zentimeter pro Meter. Bei einer Duschrinne genügt oft ein einseitiges Gefälle, bei einem Punktablauf wird die Fläche zum Ablauf hin verzogen. Diese Arbeit gehört in Fachhände, denn ein Fehler in der Abdichtung zeigt sich erst Jahre später als Feuchteschaden hinter der Fliese.

Welche Förderung gibt es für den barrierefreien Umbau?

Der Umbau von der Wanne zur bodengleichen Dusche gilt als barrierereduzierende Maßnahme und ist förderfähig. Wer einen Pflegegrad hat, bekommt von der Pflegekasse einen Zuschuss für wohnumfeldverbessernde Maßnahmen von bis zu 4.180 Euro pro Maßnahme, und das schon ab Pflegegrad 1 (Stand 2026). Leben zwei anspruchsberechtigte Personen im Haushalt, kann sich der Betrag entsprechend erhöhen.

Ohne Pflegegrad läuft die Förderung über die KfW. Das Zuschussprogramm 455-B Barrierereduzierung ist 2026 wieder beantragbar und übernimmt 10 Prozent der förderfähigen Kosten für Einzelmaßnahmen, maximal 2.500 Euro (Stand 2026). Das Budget ist begrenzt, deshalb lohnt sich ein früher Antrag. Wichtig bei beiden Töpfen: erst den Antrag stellen und die Bewilligung abwarten, dann bauen. Welche Nachweise Du brauchst, haben wir in der Förderung 2026 zusammengefasst. Was der Umbau in Deinem Fall kostet, klärt am ehrlichsten der kostenlose Badcheck.

Häufige Fragen

Geht eine bodengleiche Dusche in jedem Bad?

In fast jedem, nur nicht immer gleich einfach. Entscheidend ist die Aufbauhöhe im Boden, also wie viel Platz für Ablauf und Gefälle unter den Fliesen bleibt. Ist wenig Höhe da, etwa im Altbau, setzen wir einen extraflachen Ablauf oder eine kleine Hebeanlage, manchmal muss der Abfluss ein Stück verzogen werden. Beim kostenlosen Badcheck schauen wir bei Dir vor Ort, was ohne großen Aufwand machbar ist.

Läuft bei einer bodengleichen Dusche das Wasser ins restliche Bad?

Nein, wenn das Gefälle sauber gearbeitet ist. Der Duschbereich bekommt ein leichtes Gefälle zum Ablauf hin, meist rund 2 Prozent, damit das Wasser zuverlässig abläuft und nicht in den Raum zieht. Bei einer Punktentwässerung fällt der Boden von allen Seiten zum Ablauf, bei einer Duschrinne in eine Richtung. Die Arbeit an der Schwelle muss stimmen, deshalb gehört so ein Umbau in Meisterhand.

Muss beim Umbau der komplette Boden raus?

Meistens nicht der ganze Boden. Wir öffnen ihn dort, wo der neue Ablauf und das Gefälle hin müssen, und binden an den vorhandenen Abfluss an. Liegt der alte Abfluss günstig, bleibt der Eingriff überschaubar. Nur wenn die Bauhöhe fehlt oder das Rohr zu weit weg sitzt, wird mehr aufgestemmt. Was bei Dir nötig ist, sehen wir genau, sobald die alte Wanne heraus ist.

Wird eine bodengleiche Dusche nicht schnell rutschig?

Nicht, wenn Du rutschhemmende Fliesen nimmst. Für den Duschbereich gibt es Feinsteinzeug mit Trittsicherheitsklasse R10 oder R11, das auch nass Halt gibt und sich trotzdem gut reinigen lässt. Beim altersgerechten Umbau ist das bei uns Standard. Auf Wunsch kommen Haltegriffe oder ein Klappsitz dazu, für die es Zuschüsse von der Pflegekasse gibt.

Quellen

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