Deine Badewanne wird zur begehbaren Dusche, indem der Fachbetrieb die Wanne ausbaut, den Boden für einen bodengleichen Einstieg vorbereitet, die Ablaufstelle anpasst und nach DIN 18534 abdichtet. Danach kommen Duschelement, Wandschutz und Glasabtrennung hinein. Oft lässt sich das als Teilsanierung ohne komplettes Bad erledigen, wenn die vorhandenen Anschlüsse passen. Je nach Umfang dauert das rund 1 bis 3 Werktage.
Warum lohnt sich der Tausch von Wanne zu Dusche?
Der häufigste Grund ist der bequeme, stolperfreie Einstieg. Eine bodengleiche Dusche hat keine hohe Wannenkante mehr, über die Du steigen musst, und das zahlt sich vor allem aus, wenn Du länger in Deinem Zuhause wohnen bleiben willst. Auch im Alltag mit Kindern oder nach einer kleinen Verletzung ist der ebene Einstieg spürbar sicherer.
Dazu kommt der Platz. In vielen Bädern schluckt die Wanne die größte Fläche, und eine offene Dusche wirkt sofort großzügiger und aufgeräumter. Wer ohnehin selten badet, gewinnt so nutzbaren Raum, ohne an Komfort zu verlieren.
Ein weiterer Punkt ist die Reinigung. Eine ebene Duschfläche ohne umlaufende Wannenkante lässt sich leichter sauber halten als eine Wanne mit Silikonfugen ringsum. Wenn Du überlegst, ob sich der Schritt für Deine Situation lohnt, hilft ein Blick vor Ort, den wir beim kostenlosen Badcheck gern machen.
Welche Arbeitsschritte sind beim Umbau nötig?
Zuerst wird das Wasser abgestellt und die alte Wanne samt Armatur, Ab- und Überlauf demontiert. Danach schauen wir uns den Untergrund an, denn hier entscheidet sich, wie aufwendig es wird. Häufig muss die Ablaufstelle für den bodengleichen Einstieg versetzt oder tiefergelegt werden, damit das Wasser sauber abläuft.
Der wichtigste unsichtbare Schritt ist die Abdichtung. Nach DIN 18534 gilt eine private bodengleiche Dusche als Bereich mit hoher Wasserbeanspruchung (Klasse W2-I) und braucht eine Verbundabdichtung unter Fliesen oder Duschelement. Diese Dichtung wird am Boden mindestens 5 Zentimeter über den fertigen Fußboden und an der Wand mindestens 20 Zentimeter über die Wasserentnahmestelle hochgezogen. Der Schritt bleibt später verborgen, entscheidet aber darüber, ob die Dusche über Jahrzehnte dicht bleibt.
Erst danach kommen die sichtbaren Dinge: Duschelement oder gefliester Ablauf, Wandbelag, Armatur und die Glasabtrennung. Zum Schluss werden die Fugen gesetzt und alles auf Dichtheit geprüft. Den kompletten Umbau als eine Leistung aus einer Hand findest Du unter unseren Leistungen.
Geht der Umbau auch ohne komplette Badsanierung?
Ja, in vielen Fällen geht das als Teilsanierung. Wenn die vorhandenen Fliesen intakt sind und die Wanne ungefähr dort saß, wo die neue Dusche hin soll, lässt sich der Ausschnitt oft direkt weiternutzen. Die alten Anschlüsse für Zu- und Ablauf bleiben, soweit möglich, an ihrer Stelle, und das spart Stemmarbeit und Schmutz.
Für die Wände gibt es zwei Wege. Entweder wird der frei gewordene Bereich passend nachgefliest, oder er wird mit wasserfesten Wandpaneelen verkleidet, die ohne großes Aufreißen der alten Fliesen auskommen. Welcher Weg der richtige ist, hängt vom Zustand Deines Bades und von Deinem Geschmack ab.
Ehrlich gesagt lohnt sich ein reiner Teilumbau vor allem dann, wenn der Rest des Bades noch gut in Schuss ist. Sind der Belag in die Jahre gekommen oder die Leitungen alt, ist es oft sinnvoller, den Umbau gleich mit einer größeren Badsanierung Schritt für Schritt zu verbinden. Was in Deinem Fall passt, klären wir am besten direkt über einen kurzen Kontakt.
Wie lange dauert der Umbau und worauf ist zu achten?
Ein reiner Wannentausch gegen ein Duschelement ohne neue Fliesen ist teils an einem Tag erledigt. Muss der Ablauf versetzt, neu abgedichtet und gefliest werden, solltest Du eher mit rund 1 bis 3 Werktagen rechnen. Abdichtung und Fliesenkleber brauchen zudem ihre Trocknungszeit, bevor die Dusche belastet werden darf.
Worauf es wirklich ankommt, ist die Ausführung im Verborgenen. Ein zu geringes Gefälle, eine schlampige Abdichtung an Ecken und Rohrdurchführungen oder ein falsch gesetzter Ablauf zeigen sich oft erst nach Monaten als Feuchteschaden. Deshalb gehört dieser Umbau in die Hand eines Fachbetriebs, der nach Norm abdichtet und die Arbeit sauber dokumentiert.
Denk außerdem früh an die Details, die den Alltag ausmachen: eine flache Duschfläche, ein rutschhemmender Belag, ein Haltegriff an der richtigen Stelle und genug Bewegungsfläche davor. Wie sich das barrierefrei planen lässt, liest Du unter bodengleiche Dusche nachrüsten.
Gibt es Zuschüsse für den Umbau von Wanne zu Dusche?
Ja, für den barrierefreien Umbau gibt es zwei große Töpfe. Liegt ein anerkannter Pflegegrad vor, zahlt die Pflegekasse als wohnumfeldverbessernde Maßnahme einen Zuschuss von bis zu 4.180 Euro je Maßnahme (Stand 2026). Wichtig ist, dass Du den Antrag stellst und die Bewilligung abwartest, bevor der Umbau beginnt, sonst geht der Anspruch in der Regel verloren.
Ohne Pflegegrad greift der KfW-Investitionszuschuss 455-B, der seit dem 8. April 2026 wieder verfügbar ist. Für eine Einzelmaßnahme wie die bodengleiche Dusche gibt es 10 Prozent der förderfähigen Kosten, höchstens 2.500 Euro. Wer das ganze Bad zum Standard Altersgerechtes Haus umbaut, bekommt bis zu 12,5 Prozent, höchstens 6.250 Euro.
Beide Förderungen darfst Du nicht für dieselben Kosten ansetzen, für verschiedene Maßnahmen aber kombinieren. Welche Zuschüsse für Deinen Umbau in Frage kommen und wie die Anträge laufen, haben wir unter Förderung fürs barrierefreie Bad 2026 zusammengetragen.
Häufige Fragen
Kann der Umbau von Wanne zu Dusche wirklich in wenigen Tagen fertig sein?
In vielen Fällen ja. Wenn die vorhandenen Anschlüsse passen und wir nur den Wannenbereich anfassen, sind wir meist in 1 bis 3 Werktagen durch. Etwas Geduld braucht die Abdichtung nach DIN 18534, die vor dem Verfliesen aushärten muss. Sobald der Ablauf versetzt oder der Estrich weiter geöffnet werden muss, kommt entsprechend Zeit dazu. Beim kostenlosen Badcheck sagen wir Dir vorab ehrlich, wo Dein Bad steht.
Bleibt der Rest meines Bades beim Wannentausch erhalten?
Ja, als Teilsanierung fassen wir nur die Ecke an, in der die Wanne stand. Wände, Boden und Fliesen im übrigen Bad bleiben, wie sie sind. Eine ehrliche Einschränkung gehört dazu: den alten Fliesenspiegel exakt zu treffen ist bei älteren Bädern oft nicht möglich, deshalb setzen wir den neuen Duschbereich meist als sauber abgesetzte Fläche. So wirkt das Ergebnis gewollt und nicht wie ein Flickwerk.
Wird der Umbau von Wanne zu Dusche gefördert?
Oft ja. Bei anerkanntem Pflegegrad steuert die Pflegekasse bis zu 4.180 Euro je Maßnahme bei (§ 40 SGB XI, Stand 2026). Dazu ist der KfW-Zuschuss 455-B seit April 2026 wieder verfügbar, mit 10 Prozent der Kosten für Einzelmaßnahmen wie eine bodengleiche Dusche. Beide Anträge müssen vor Baubeginn gestellt sein, und die KfW-Mittel sind erfahrungsgemäß schnell ausgeschöpft. Was für Dich in Frage kommt, klären wir im Badcheck vor Ort.
Lohnt sich die bodengleiche Dusche auch ohne Pflegegrad?
Auf jeden Fall. Der niedrige Einstieg nimmt die größte Stolperstelle im Bad, lange bevor Pflege überhaupt ein Thema wird. Viele Kundinnen und Kunden in Freiburg lassen umbauen, weil die Wanne ohnehin kaum genutzt wird und die offene Dusche das Bad größer und aufgeräumter wirken lässt. Ob mit Förderung oder privat bezahlt, der Umbau zahlt auf Komfort und den Wert Deiner Wohnung ein.


